Guide zur Freiwilligenarbeit

Es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass das Interesse an Freiwilligenarbeit im Ausland gerade unter den Abiturienten groß ist. „Vor dem Studium nochmal was Gutes tun“ oder „armen Menschen eine helfende Hand reichen“ – die Motivation ist groß, die Möglichkeiten im Internet erschlagend. Der Trend zur sozialen Arbeit im Ausland brachte enorm viele Organisationen an Tage, die Menschen allen Alters diese Erfahrung ermöglichen wollen. Doch Achtung! Es ist leider keine Seltenheit, dass der gute Vorsatz ausgenutzt wird und sich Organisationen als Geldfallen entpuppen. Daher ist gibt es Einiges bei der Wahl zu beachten.

 

In erster Linie muss darauf ein Auge geworfen werden, dass das Programm, wonach ihr sucht, eine genaue Stellenbeschreibung hat. In dieser muss der Ort, an dem die Freiwilligenarbeit verrichtet wird, die Arbeitszeit, der Arbeitsort und auch die Aufgaben näher erklärt werden.

Ebenfalls wichtig ist, dass ein Flughafentransport und die Vermittlung in eine Unterkunft angeboten werden. Nichts ist schlimmer, als nicht zu wissen wohin, nachdem man den ersten Schritt aus dem Flughafengebäude gewagt hat. Außerdem hat man sofort Kontakt vor Ort und kann die brennenden Fragen gleich zu Beginn loswerden.

Es steht eine Telefonnummer auf der Website? Dann sofort anrufen. So könnt ihr sicherstellen, dass es die Organisation auch wirklich gibt und zuverlässig erreichbar ist. Außerdem ist es immer gut zu hören, wenn am anderen Ende der Leitung eine sympathische Stimme antwortet. Nimmt keiner den Hörer ab: am besten direkt eine andere Organisation suchen.

Achtet auf echte Fotos und Erfahrungsberichte. Viele Organisationen haben ausreichend Informationsmaterial zusammengestellt. Vielleicht gibt es sogar eine Community in Facebook? So könnt ihr einen besseren Gesamteindruck erhalten.

 

Last but not least: schaut euch den Preis an und vergleicht ihn mit anderen Organisationen. Informiert euch auch darüber, was bei der Freiwilligenarbeit inbegriffen ist: Flughafentransfer, Unterkunft, Mahlzeiten, Ansprechpartner vor Ort, Sprachstunden, Einführung in die Kultur und vielleicht sogar eine Spende? Ihr könnt dann selbst abschätzen, ob der Preis noch glaubhaft ist, oder nicht. Wahrscheinlich wird euch der Gebührenunterschied zwischen einer nationalen Vermittlungsagentur und den Organisationen vor Ort auffallen, aber dies hat seine Gründe: Sucht ihr nach einer ausführlichen Beratung in eurer Sprache und eine Betreuung von der Planung bis hin zur Rückkehr, bezahlt ihr natürlich für einen größeren Serviceaufwand noch vor der Reise, aber auch für mehr Vertrauen.

 

Wer lieber sparen möchte und kein Problem damit hat, in einem fremdem Land auf sich selbst gestellt zu sein, sollte sich gleich an eine Organisation im Zielland wenden. Das Beste für unabhängige Globetrotter ist: einfach Flug und Hostel buchen, Koffer packen und vor Ort nach Hilfsorganisationen Ausschau halten. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Das Reisebudget muss genau kalkuliert werden, denn Freiwilligenarbeit im Ausland wird nicht bezahlt. Wer ohne gute Tipps ins Ausland reist, bezahlt oft oben drauf!

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