Freiwilliges Ökologisches Jahr

 

Eine weitere Möglichkeit als freiwilliger Helfer tätig zu sein, ist das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Hier gilt dieselbe Grundvoraussetzung wie beim FSJ, nämlich dass die Teilnehmer zwischen 16 und 27 Jahre alt sind. Das FÖJ muss mindestens 6 Monate absolviert werden, meistens dauert es jedoch ein ganzes Jahr. Die Arbeitszeit pro Woche liegt bei etwa 38-40 Arbeitsstunden. Das FÖJ ermöglicht jungen Menschen, sich praktisch für die Umwelt einzusetzen und zudem mehr über ökologische und umweltpolitische Zusammenhänge zu lernen.

 

Wo kann man ein FÖJ machen?

Einsatzstellen für das FÖJ sind meistens Einrichtungen, die sich den Naturschutz, Umweltschutz, die Umweltbildung oder die Umweltforschung zur Aufgabe gemacht haben. Als Freiwilliger Helfer könnt ihr zum Beispiel im Gartenbau, in der Landwirtschaft oder in Naturschutz-Zentren arbeiten. Träger des FÖJ sind Jugendorganisationen, Umweltverbände oder Kirchen.

 

Welche Aufgaben erwarten euch?

Es kommt darauf an, für welche Einrichtung ihr euch entscheidet.
Hier einmal eine kleine Auflistung von möglichen Arbeitsbereichen:

  • Arbeit mit Tieren
  • Praktischer Naturschutz
  • Wald und Forst
  • Umweltbildung
  • Technischer Umweltschutz
  • Ökologischer Landbau
  • Wissenschaftlicher Bereich
  • Ökologisches Bauen / Nachwachsende Rohstoffe

 

Bei der Arbeit mit Tieren ist die Hauptaufgabe das Pflegen und Füttern der Tiere. Aber auch Reinigungsarbeiten gehören dazu. Außerdem dürft ihr erkrankte Tiere unter Anleitung des zuständigen Fachpersonals mit versorgen.

Im Praktischen Naturschutz geht es um das Errichten von Schutzgebieten, zum Beispiel mit Hilfe von Nistkästen oder Überwinterungskästen. Außerdem werden Teiche saniert sowie Bäume und Sträucher gepflanzt.

Wie ihr seht, sind das nur zwei kleine Beispiele. Die Aufgabenvielfalt ist sehr groß, genau wie die Anzahl der unterschiedlichen Einrichtungen. Am besten klärt ihr direkt zu Beginn eures FÖJ ab, welche genauen Aufgaben auf euch zukommen werden. Ihr könnt bei den jeweiligen Einrichtung nach ausreichend Informationsmaterial fragen und dann entscheiden, was das Beste für euch ist.

 

Wird das FÖJ vergütet? Welche Leistungen stehen euch zu?

Hier ist die Regelung ebenso wie bei dem FSJ. Euch steht ein monatliches Taschengeld zu, meistens werden in etwa 150 Euro gezahlt. Außerdem habt ihr Anspruch auf kostenlose Unterkunft und Verpflegung. Sollten die Einrichtungen dies nicht gewährleisten, steht euch mehr Geld (als Ersatzleistung) zu. Außerdem kann Wohngeld, in seltenen Ausnahmefällen auch Hartz IV, beantragt werden. Darüber hinaus gibt es Seminare, die für euch verpflichtend sind – da führt kein Weg dran vorbei. Innerhalb der Seminare werden Themen, wie Ökosysteme oder die Globalisierung besprochen.

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